Google Voice Search: Googles Sprachbefehl-Suche verändert auch die SEO-Landschaft

Mit der steigenden Popularität von Sprachassistenten wie Apples Siri, Amazons Alexa oder dem Google Assistant ist die intelligente Sprachsteuerung spätestens in der jüngeren Vergangenheit im “Mainstream” angekommen. Eine Veränderung an anderer Stelle unterstreicht das: So steigt die Anzahl der Suchanfragen bei Google, die über die Voice Search ausgelöst werden. Für SEOs bedeutet das eine neue Herausforderung ebenso wie eine neue Chance.

Die Anzahl der Voice Searches steigt kontinuierlich an

Schon das Jahr 2015 markierte für die Google Voice Search einen ganz besonderen Meilenstein. Erstmals 2013 im hauseigenen Chrome Browser eingeführt, konnte sich die Zahl der erfolgreichen Voice Searches im Jahr 2015 verdoppeln. Ausgelöst mit “OK Google,….”, lassen sich so ganz ohne “lästiges” Tippen Informationen, Produkte oder Dienstleister suchen, ebenso aber Routen planen oder Restaurants in der Nähe finden.

Für den Anwender ist das komfortabel, für Marketer und SEOs spiegelt sich das in einer neuen Herausforderung wider. Das liegt schlicht daran, dass wir als Nutzer einer Suchmaschine die Anfragen anders in die Tastatur tippen würden, als wir diese in der Realität sprechen.

Aus typischen Suchbefehlen wie “Italiener Dresden günstig” würde also stattdessen “OK Google, wo finde ich einen günstigen Italiener in Dresden?” werden. Prinzipiell lässt sich damit eine Veränderung von beliebten kurzen Keywords hin zu sogenannten Long-Tail-Keywords feststellen.

W-Fragen rücken dank Google Voice Search stärker in den Fokus

Statt kurze Suchbegriffe in den Fokus der Optimierung zu rücken, entsteht eine Balance zwischen diesen und den typischen “W-Fragen”, beispielsweise “Wo finde ich..?”, “Wie funktioniert…?” oder “Was ist eigentlich….?”.

Für den Nutzer der Google Voice Search ist eine Long-Tail-Suche ganz normal, denn diese Sätze werden an den Google Voice Search Assistenten so gestellt, wie man auch in der Realität eine Frage sprachlich ausformulieren würde. Googles Aufgabe ist es nun, die komplexen Beziehungen und Zusammenhänge in solch einer Frage zu erkennen und passende Ergebnisse zu liefern. Der SEO muss sich gleichbedeutend in die Lage der Nutzer hineinversetzen und sich im Vorfeld der Optimierung damit beschäftigen, auf welche typischen W-Fragen die eigene Seite mitsamt deren Inhalten eine Antwort liefert.

Wichtig ist das schon deshalb, weil nicht davon auszugehen ist, dass es sich bei der Google Voice Search nur um einen kurzen Trend handelt. Die Sprachassistenten und Spracherkennung sind wichtige Meilensteine der Technologie, die aller Wahrscheinlichkeit nach in der Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen werden.

 

 

SEO mit Hinblick auf die Google Voice Search

Bereits bei der Wahl und Ausformulierung des Themas und damit der Inhalte gilt es diese W-Fragen zu berücksichtigen. Natürlich spielen klassische Keywörter weiterhin eine Rolle und dienen außerdem zur Optimierung auf die traditionellen Suchanfragen, dennoch sollten die eigenen Inhalte solche W-Fragen durch einen echten Mehrwert beantworten.

Weiterhin lassen sich W-Fragen, die auch in Google Voice Search gestellt werden könnten, in Meta-Titlen, Überschriften und Co. integrieren. Werden Long-Tails nicht mehr vernachlässigt, sondern ebenbürtig zu kurzen Keywörtern behandelt, könnte die Seite zu solchen Sprach-Anfragen besser ranken. Selbiges gilt übrigens für Unterseiten, die sowieso Fragen enthalten, beispielsweise eine FAQ-Sektion.

Am Anfang der Optimierung steht aber natürlich wie gewohnt die Recherche. So gilt es herauszufinden, welche Nutzeranfragen überhaupt im eigenen Marktumfeld mit Voice Search ausgelöst werden. Die traditionelle Keyword-Recherche entfällt folglich nicht, sondern verändert sich stattdessen nur.

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